Bezüglich französischen Filmen und französischen Schauspielern, scheiden sich die Geister. Viele können damit gar nichts anfangen, zu unterschiedlich ist der französische Humor und Filmgeschmack von unserem. Andere finden es wiederum ganz großartig. Aber bei einem Mann sind sich fast alle einig: Louis de Funès

Die Lebhaftigkeit dieses Künstlers ist mindestens so legendär wie seine Grimassen. Seine cholerischen Anfälle ebenso bekannt, wie seine Fähigkeit von einer Rolle in die nächste zu schlüpfen.

Böse Zungen behaupten, dass Louis Germain David de Funès de Galarza, wie er im bürgerlichen Namen hieß, schon in der Schule und Ausbildung permanent durch Streiche und Unfug auffiel. Und deshalb wohl auch seine Ausbildungsstätte wechseln musste und einige male in Schwierigkeiten geriet. Ab 1941 nahm er Schauspielunterricht, war aber zwei Jahrzehnte tätig, ohne bekannt zu werden. Hier wirkte er in über 40 Filmen als Nebenrolle oder Statist mit.

Seinen Durchbruch hatte er in den frühen 60ern mit „Oscar“, wo er den Geschäftsmann Barnier spielte, der seine Familie tyrannisierte. Seine überdrehten Gestiken, seine grimassierende Mimik wurde richtungsweisend für seine Karriere. 1964 drehte er innerhalb eines Jahres drei Filme, die alle drei Kassenknüller wurden. Das waren „Der Gendarm von Saint Tropez“, „Fantomas“ und „Louis, das Schlitzohr“. Ab da war er der populärste Filmkomiker Frankreichs.

Am 27.01.1983 ist dieser Ausnahmekomödiant, dessen Freunde und Fans ihn gerne „Fufu“ nannten, im Alter von 68 Jahren gestorben. Privat war er als Naturschützer und Rosenzüchter bekannt. Etwa 140 Filme hat der Meister des Unfugs, der geliebte Giftzwerg gedreht und dabei – nicht nur in Deutschland – das Bild der Franzosen und Frankreichs geprägt.

Viele Zitate, kennt man bis heute. Gerade im Internet, ist „Nein! – Doch! – Ohh!“ besonders bekannt und wird oft verwendet, wenn man etwas feststellt, was sich jeder längst gedacht hat. Falls Sie das mal lesen, das kommt aus dem Film „Camouflage – Hasch mich, ich bin der Mörder (auch Louis mit dem Leichentick)“, aus dem Jahre 1971

 

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