Korrekte Tarifangaben bei Servicenummern

Wir stellen diese Informationen nach unserem besten Wissen und Gewissen zur Verfügung. Für Fehler oder Missverständnisse haften wir nicht.

I. Tarifangaben 0900 In- und Ausland

1. Schriftgröße:

– Deutschland und Österreich: Schriftgröße der Tarifangabe darf kleiner sein als die der Servicenummer. Sie muss jedoch gut lesbar sein!

– Schweiz: exakt die gleiche Schriftgröße wie die Servicenummer. Erlaubt ist: die Nummer darf fett gedruckt sein, und die Tarifangabe nicht. Relevant ist die Schriftgröße!

2. Tarif immer mit Währungsangabe(Achtung: Schweizer Nummern laufen in sFr)

3. Tarif immer in unmittelbarer Nähe zur Servicenummer

D und A: Zugehörigkeit zum Tarif muss eindeutig zuzuordnen sein

– Schweiz: direkt hinter oder direkt unter der Servicenummer, d.h. in unmittelbarer Nähe zur Nummer, ohne anderen Text dazwischen.

4. Schreibweise der Nummer:

– Deutschland und Österreich: keine speziellen Vorgaben

– Schweiz: die 0901 (diese ersten 4 Ziffern) müssen zusammen geschrieben, aber vom Rest der Nummer deutlich getrennt sein, z.B. mit einem Leerzeichen, einem Punkt oder Strich, also 0901 xxxxxx oder 0901-xxxxxx

5. Zusatz “aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend”/ „ab Festnetz, Mobilfunktarif abweichend“

– für Deutschland und für die Schweiz Pflicht
– Schriftgröße MUSS genauso groß sein wie die Servicenummer!
– Schweiz: der Zusatz sollte möglichst NICHT abgekürzt werden.

Folgende Schreibweise bietet sich z.B. grundsätzlich an (Tarife ggf abweichend):

D: 0900 xxxxxxx (1,79 Eur/Min.)*
A: 0900 xxxxxxx (2,17 Eur/Min.)*
CH:0901 xxxxxx (2,50 sFr/Min.)* ab Festnetz

* aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend

II. Tarifangaben 0180-1, 0180-3 und 0180-5

Bei den genannten 0180-Nummer wurde ein Höchstpreis aus dem Mobilfunk festgelegt. Dieser beträgt 0,42 Euro/min. In der Werbung muss der Preis genannt werden und der Höchstpreis aus dem Mobilfunk.

Beispiel:
0,14 Euro/Min a.d. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Min

Bitte nehmen Sie diese Regelungen im eigenen Interesse ernst. Kommt es zu Beschwerden, können die Servicenummern im schlimmsten Fall entzogen und für 6 Monate gesperrt werden, danach Neuantrag bei der Behörde mit allen anfallenden Einrichtungsgebühren; und es fallen besonders in der Schweiz empfindliche Gebühren an (derzeit 560 sFr = je nach Wechselkurs, ca. 380,- Euro).